Ihr Kontakt bei Fragen zum Vorhaben:

Herr Christoph Jung

Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung
Stadtentwicklung, Bauleitplanung, stv. Amtsleiter

Zi. 512, 5. OG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-296

Fax: 06204 988-257

Email:  CJung@viernheim.de

Herr Maxime Hähnel

Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung
Städtebauliche Sanierung, Wohnungsbauförderung, Bauleitplanung

Zi. 413, 4. OG
Rathaus, Kettelerstr. 3, 68519 Viernheim

Telefon: 06204 988-287

Fax: 06204 988-257

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Entwicklung von Wohnbauflächen; Nordweststadt II

Letzte Aktualisierung dieses Eintrages: September 2020 / Version: 6

Inhaltliche Beschreibung:

Das Gebiet Nord-West ll ist im Regionalplan Südhessen und im Flächennutzungsplan der Stadt Viernheim als künftige Wohnbaufläche dargestellt. Das Baugebiet befindet sich schon seit vielen Jahren in der Diskussion. Als besonders problematisch wurde dabei immer die Nähe zur Autobahn angesehen. Eine Bebauung im Bereich Nord-West ll ist daher nur möglich, wenn maximale passive Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden und diese auch im Bebauungsplan festgeschrieben werden. Erfahrungen mit diesen Festsetzungen konnte man im Baugebiet Schmittsberg II sammeln. Die Fläche schließt direkt im Norden und Westen an das Wohngebiet Nordweststadt an. Im Regionalplan Südhessen ist das gesamte Untersuchungsgebiet als Vorranggebiet für den Siedlungsbereich dargestellt.

Die Maßnahme umfasst derzeit eine Fläche von ca. 19 ha.

Politische Beschlüsse zum Vorhaben:

Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 08.12.2016 die Verwaltung beauftragt, die vorbereitenden Untersuchungen (Schallschutz, Ökologie etc.) zur Baulandentwicklung des Erweiterungsbereichs des Baugebiets „Nord-West“ durchzuführen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat hiermit in der Sitzung am 21.08.2019 beschlossen für die Planfeststellung der Ultranet-Leitung in der Gemarkung Viernheim eine Verschwenkung im Bereich der Maststandorte 39, 40, 41 innerhalb des bestehenden Trassenkorridors nach Westen zur Aufnahme in den Untersuchungsrahmen zu beantragen, um die geplante Entwicklung der zukünftigen Nordweststadt II nicht zu beeinträchtigen.

Am 25.08.2020 wurde das städtebauliche Konzept zur NW II von dem Büro MVV Regioplan aus Mannheim zur Abstimmung mit der Politik, im Rahmen einer Informationsvorlage, präsentiert. Der Entwurf in Varianten (Abstandsflächen zur Ultranet-Leitung und Antrag auf Verschwenkung) soll einem in weiteren Schritt als Grundlage für die Gespräche mit den Eigentümern und für das weitere Verfahren dienen (Bebauungsplan, Erschließungsplanung etc.).

Aktueller Bearbeitungsstand:

Folgende vorbereitende Untersuchungen wurden durchgeführt:

  1. Vorbericht Artenschutz, Dr. Fritz Büro Ökoplanung Darmstadt, (Beschreibung der anzutreffenden Tier- und Pflanzenarten, Ausweisung von Bereichen mit hoher Sensibilität)
  2. Untersuchung zur verkehrlichen Erschließung (Büro von Mörner, Darmstadt)
  3. Schallgutachten (Fritz und Kiefer, Darmstadt)
  4. Bestandsbewertung im Hinblick auf mögliche Flächennutzungen als Wohngebiet (Björnsen Beratende Ingenieure, Darmstadt)
  5. Vermessung der Topografie (AVS, Viernheim)
  6. Städtebauliches Konzept (in Bearbeitung, MVV Regioplan GmbH, Mannheim)

Aufbauend auf den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zur Entwicklung der Nordweststadt II (2018) im Rahmen der Bauland Offensive Hessen, inklusive einer schalltechnischen Voruntersuchung (2018) sowie einer artenschutzrechtlichen Begutachtung (2017), wurde das Plangebiet (Bestand) im Hinblick auf die mögliche Flächennutzung als Wohngebiet durch das Büro Björnsen Beratende Ingenieure bewertet. Das Büro MVV Regioplan aus Mannheim berücksichtigt diese Ergebnisse und ist mit der Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes in Varianten beauftragt. Die Varianten wurden im Rahmen einer Ausschusssitzung am 25. August 2020 präsentiert und besprochen. Diese stellen die Grundlage für das weitere Verfahren (Bebauungsplan, Erschließungsplanung etc.) dar. Detailfragen werden im weiteren Verfahren (Abstimmung mit Eigentümern, Bebauungsplanverfahren) geklärt.

Kosten, soweit bezifferbar:

Kosten für externe Fachbeiträge ca. 50.000,- €

Geplanter Zeitpunkt der Umsetzung / nächste Schritte:

Die Stadtverordnetenversammlung möchte die Entwicklung, ähnlich wie im Baugebiet Schmittsberg II, mit den Eigentümern der Grundstücke entwickeln. Um die Bereitschaft der Eigentümer zur Mitwirkung abzufragen, sind einige Rahmenbedingungen konkretisiert worden. So sind naturschutzfachliche Belange des Bestandes abzuklären. Darauf aufbauend wurde ein städtebauliches Konzept in Varianten von der MVV Regioplan aus Mannheim erstellt. Das Gebiet liegt im Einflussbereich des Planfeststellungsverfahrens zur Ertüchtigung der bestehenden Hochspannungsleitung zum Ultranet und der Abstandsvorgaben, die im Landesentwicklungsplan festgesetzt sind. Die Stadt Viernheim hat hier Anregungen zur Optimierung der Trasse gegeben.

Betroffenes Gebiet:

Viernheim Nordwest

Bürgerbeteiligung vorgesehen?

Ja, im weiteren Prozess.